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Iris ter Schiphorst © Astrid Karger
Iris ter Schiphorst (© Astrid Karger)

Biografie

EN

Als Komponistin ist Iris ter Schiphorst geprägt durch ihre langjährige Erfahrung als Musikerin aus (als Pianistin im klassischen Bereich und als Bassistin, Schlagzeugerin, Keyboarderin und Tontechnikerin in verschiedenen Rock- und Pop-Formationen). Ihr Werkkatalog umfasst alle Gattungen, darunter 13 große Orchesterwerke, die von renommierten Orchestern im In- und Ausland uraufgeführt wurden (u.a. Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Deutsches Symphonieorchester Berlin, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, WDR-Sinfonieorchester, SWR-Sinfonieorchester, Gürzenich-Orchester Köln, BBC Symphony Orchestra London, BBC Scottish Symphony Orchestra Glasgow, NYO Großbritannien), sowie mehrere abendfüllende Musiktheaterwerke und diverse Filmmusiken und schließt seit Ende der 1980er Jahre eine ganze Reihe von Multimedia-Werken ein.

Ihre Kompositionen sind oft eine Reaktion auf gesellschaftspolitische Themen, so zum Beispiel in "meine-keine-Lieder" (2015) für Stimme, Bassklarinette, Klavier/Sampler über den Rechtsruck in Deutschland oder in "Assange - Fragmente einer Unzeit" (2019) für großes Ensemble und Stimme und "Whistle-Blower" (2021) für Solo-Blockflöten, Streichorchester und Sampler über die Gefährdung des Individuums.

Ihre Kinderoper "Die Gänsemagd" (2009) wurde mit großem Erfolg in Wien, Berlin, am Opernhaus Zürich, an der Oper Hannover und am Akademietheater München aufgeführt und ist aktuell in der Inszenierung von Tobias Kratzer an der Hamburgischen Staatsoper zu sehen. Ihre Musik zum Kinderbuchbestseller 'Der Grüffelo' (mit Stefan Lienenkämper), die vom Hans-Wurst-Nachfahren in Berlin für die Bühne adaptiert und vom Scharoun Ensemble in der Berliner Philharmonie uraufgeführt wurde, ist seit vielen Jahren ein erfolgreicher Bestandteil der Kindertheaterszene.

Ihre szenische Komposition "WAS WIRD HIER EIGENTLICH GESPIELT?" (2022/2023), die in Zusammenarbeit mit Felicitas Hoppe entstand, wurde nach der von Publikum und Presse gefeierten Uraufführung bei den Donaueschinger Musiktagen 2023 auch bei den Ultaschall-Festspielen 2024 in Berlin und den Regentagen 2024 in Luxemburg aufgeführt.

Sie hat mit allen führenden Ensembles zusammengearbeitet (London Sinfonietta, Ensemble modern, Scharoun-Ensemble, Ensemble recherche, ictus Ensemble, Ensemble Mosaik, Neue Vokalsolisten, BIT-20 Ensemble, Ensemble Musikfabrik, Ensemble Aventure, Ensemble Ascolta, Ensemble Collegium Novum Zürich, phace-Ensemble Wien, Kammerakademie Potsdam, Arditti Quartett, Doelen Quartett, Quatuor Bozzini, Klangforum Wien etc.). Seit 2013 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin, seit 2018 Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und seit 2019 korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste und Wissenschaften Ljubljana/Slowenien. Von 2015 bis 2022 war sie Professorin für Medienkomposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 2023 wurde sie für eine zweite Amtszeit zur stellvertretenden Direktorin der Sektion Musik der Akademie der Künste/Berlin gewählt. Ihre Werke sind bei Boosey & Hawkes, Berlin, erschienen. 


Ihre Werke sind verlegt bei Boosey & Hawkes, Berlin.

Eine ausführliche Biographie bei Boosey & Hawkes

Auszeichungen (Auswahl)

1992 Braunschweiger Kompositionspreis für Synthesizer- und Computermusik (Deutschland): 1. Preis  für 'z.B. Herz'
1997 Internationaler Kompositionswettbewerb "Blaue Brücke", Dresden (Deutschland):1. Preis; gemeinsam mit Ensemble Intrors für 'Silence moves'
 2001  Prix Italia - RAI – Radiotelevisione Italiana (Italien): Nominierung 'Ballade für Orchester: HUNDERT KOMMA NULL' 
2004 Künstlerinnenhof "Die Höge" (Deutschland): Stipendiatin, Artist in Residence
2007  World Music Days Hongkong - ISCM/IGNM/SICM – Internationale Gesellschaft für Neue Musik: Auswahl als offizieller deutscher Beitrag: Zerstören 
2008  Internationaler Komponistinnen-Wettbewerb - GEDOK – Gemeinschaft deutscher und oesterreichischer Künstlerinnen und Kunstfreundinnen (Deutschland): Sonderpreis der Jury für 'Miniaturen für Cello und Akkordeon' 
2009 Deutscher Musikautor:innenpreis - GEMA – Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Deutschland): Nominierung in der Kategorie "Sinfonik"
2011  "ad libitum" Kompositionswettbewerb - Winfried Böhler Kultur Stiftung Netzwerk Neue Musik Baden-Württemberg (Deutschland): eine von 4 PreisträgerInnen  für 'Klangrätsel'
2011   IRC – International Rostrum of Composers - UNESCO – United Nations Educational, Scientific an Cultural Organisation, Paris (Frankreich): in der Endauswahl 'Dislokationen'
2013–2014 Theater Chemnitz / Robert-Schumann-Philharmonie (Deutschland): Artist in Residence
2015  Heidelberger Künstlerinnenpreis - Stadt Heidelberg (Deutschland): Gewinnerin
2015–2016 Internationales Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg (Deutschland): Stipendiatin, Artist in Residence
2015–2016 Staatstheater Cottbus / Philharmonisches Orchester Cottbus (Deutschland): Artist in Residence
2016  Deutscher Musikautor:innenpreis - GEMA – Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Deutschland): Nominierung in der Kategorie "Stimme"
2019  Deutscher Musikautor:innenpreis - GEMA – Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Deutschland): Nominierung in der Kategorie "Ensemble mit Elektronik"
2024 Deutscher Musikautor:innenpreis - GEMA – Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Deutschland): Preisträgerin in der Kategorie "Stimmen und Orchester" 

Interviews/Podcasts

EN

Iris ter Schiphorst im Gespräch mit Haino Rindler | Chorzeit

2023

Iris ter Schiphorst & Christian Hommel 

2023

Interview mit Iris ter Schiphorst

2021

Iris ter Schiphorst über Rhythmen, Rituale und das Komponieren in Zeiten der Pandemie (von Ulrike Gebhardt) | RiffReporter.de

2021

Atelier Gespräch mit Iris ter Schiphorst über ihre Kammeroper 'Undine geht!'  29.09.2021, Bibliotheksaula, Univ. Salzburg

2021

"Ich hatte sofort die Vision von einem Stück, das pfeifen und tosen würde" 

2021
Iris ter Schiphorst und Balbina im Gespräch über das Frausein in der Musikindustrie

in: virtuos 01/2019 DAS MITGLIEDER-MAGAZIN DER GEMA

2019
Egbert Hiller

Ein Feature im Deutschlandfunk

2018
Lydia Jeschke im Gespräch mit Iris ter Schiphorst und Uros Rojko

zur UA von JEDER für Solokontrabassklarinette, gr. Orchester, Video-und Audio-Zuspiele

2018

Iris ter Schiphorst im MICA-Interview

2017

anlässlich der UA von “Dr. Faustus light the lights“ nach einem Text von Gertrude Stein | BR Podcast

2016

zur Zeit ihres Aufenthaltsstipendiums in der Villa Concordia (2015-16)

2016

Iris ter Schiphorst über das Komponieren für Jugendliche

2016
Iris ter Schiphorst beantwortet Fragen zu ihren Musik-theatralischen Arbeiten

anlässlich einer Aufführung beim Spor-Festival 2015 (Motto: „STAGING THE SOUND") 

2015
Iris ter Schiphorst beantwortet Fragen zu ihren Musik-theatralischen Arbeiten

anlässlich der dänischen Erstaufführung von "Vergiß Salome!" beim Spor-Festival 2015 (Motto: „STAGING THE SOUND") 

2015

Iris ter Schiphorst im Gespräch mit der Dramaturgin Helga Utz in Quart-Heft für Kultur Tirol Nr.24/14

2014

Interview mit Iris ter Schiphorst anläßlich der englischen Erstaufführung ihres Ensemblewerks 'Zerstören' in London/Southbank Centre 2011 durch London Sinfonietta unter Leitung von Martyn Brabbins

2011

Die Komponistin Iris ter Schiphorst im Gespräch mit Frank Kämpfer | Neue Zeitschrift für Musik

2003

Gisela Nauck, Andreas Dohmen, Juliane Klein, Michael Hirsch, Iris ter Schiphorst, Carolin Naujocks im Gespräch

2002
Meret Forster im Gespräch mit Iris ter Schiphorst

bei der Musica Viva, 2002

2002

hrsg. von Karl-Heinz Blomann und Frank Sielecki, Wolke Verlag

1997

zum Konzert in Oldenburg, Mai 1991

1991

Rezensionen

EN

Roland Kaiser

zur Neu-Inszenierung Sept. 2025 an der Hamburger-Staatsoper durch Tobias Kratzer

2025
Andreas Lang

Werk-Analyse von "Was wird hier eigentlich gespielt?" (Komposition - Iris ter Schiphorst, Text - Felicitas Hoppe) 

2024
Arno Lücker

Bremer Rockbands, Geisteswissenschaftsstudien und eine Abneigung gegen den Schöpfer:innenkult

2022
Egbert Hiller

über die Komponistin Iris ter Schiphorst

2021
von Eckhard Weber

zur Aufführung beim Ultraschall-Festival, Berlin

2020
Viktoria Macek

Rezeptionen des Orpheusmythos in Literatur und Kunst, darin S. 224-229 über die Kammeroper 'Euridice' (2001/2002) von I.ter Schiphorst (Text: K.Spielhofer)

2019
Birgit Johanna Wertenson

Eine Methologie auf Spurensuche: Zu Iris ter Schiphorsts Kammeroper Euridice (2001/2002)

2016
Diverse

Sind noch Lieder zu singen? fragte die Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart - und Iris ter Schiphorst antwortete...

2015
Theaterförderverein Chemnitz

Rezension zum Porträtkonzert

2014
Theresa Schmitz

analysiert dafür u.a. die Kinderoper 'Die Gänsemagd' von Iris ter Schiphorst 

2012
Rainer Pöllmann

Programmbuch Festival Ultraschall 2011

2011
Torsten Möller

zur UA von Iris ter Schiphorsts 'Dislokationen' 2009 für Soloklavier, Orchester und Elektronik

2009
Antje Müller

Zu zwei Kompositionen von Iris ter Schiphorst, in: Positionen - Texte zur neuen Musik, Bnd. 79

2009
Gisela Nauck

In: Positionen 44.2000, S. 45/46

2000
Yoreme Waltz

Zur Zusammenarbeit von Iris ter Schiphorst und Helmut Oehring

1998