Diverse

'meine-keine-lieder/die Aufgabe von Musik' - Auszüge des Pressespiegels 2015 zur UA

Sind noch Lieder zu singen? fragte die Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart - und Iris ter Schiphorst antwortete...

"... die suggestivsten Uraufführungen erwuchsen gerade aus der dezidierten Ferne zur deutschen zur deutschen Tradition der 'Gefühlsreproduktion'. Kein 'erhabener' Text, keine musikalische Vergangenheits-Prothese: stattdessen verstörende Fremdartigkeit. Die Komponistin Iris ter Schiphorst legte ihrem Stück 'meine-keine-lieder/Die Aufgabe von Musik' eine Text-Collage zugrunde, die die deutsche Geschichte der Geschitsverdrängung thematisiert: Eichmann liebte Schubert. Musikalisch geschieht dies als grandiose Doppel-Performance von Salome Kammer, die am Tisch sitzend spricht, Klagelaute addiert und Vokalisen singt, kontrapunktiert von Klavier und Bassklarinette." 

Frankfurter Allgemeine Zeitung 17.03.2015, Gerhard R.Koch

 

"Lieder sind Lyrik. Im 'noch' des Festival-Mottos steckt auch Adornos Dikutm, nach Auschwitz Gedichte zu schreiben, sei barbarisch. ...Iris ter Schiphorst ging dem Unbehagen mit Hannah Arendt auf den Grund. Die gesprochenen Zitate zum Eichmann Prozess wechsen mit unartikulierten, tremolierenden Schreien - vielleicht die beste Art, die Inkommensurabilität der Aussagen musikalisch sinnfällig zu machen...."

nmz online, 16.03.2015, Dietrich Heißenbüttel


 

 

 

 

← back