Sei gutes Muts (2021)
für Blockflöte und Streichquartett (alle verstärkt)
Dauer: 12 min.
Maurice Steger, recorder / Kuss Quartett
Aufführungsmaterial erhältlich bei Boosey & Hawkes
Sei gutes Muts! (2022), Kuss Quartett & Maurice Steger-recorder, produced by finchfilm.net

CD KUSS QUARTETT
darauf ‚Sei guten Muts’
Maurice Steger, recorder / Kuss Quartett
Rubicon classics RCD1104
Preis der deutschen Schallplattenkritik 01.2025
„Selten erlebt man eine Kammermusikaufnahme, die so konsequent auf eine erzählerische Gesamtwirkung setzt, anstatt auf einzelne Repertoire-Highlights. So programmiert man Schubert – und es ist schlicht überwältigend.“
Gramophone — Editor’s Choice Januar 2025
„Was eine aufregende Kammermusikaufnahme!“
Rondo Magazin
Presse
Nachtkritik, Klaus Kalchschmid, 26.01.2023
https://bosco-gauting.de/nachtkritik/streicher-plus
Was für ein schöner, weiter musikalischer Bogen von der Musik an der Schwelle des 16. und 17. Jahrhunderts über Vivaldi und Beethoven bis zu Iris ter Schiphorst „Sei gutes Muts“, 2021 für das Kuss-Quartett und Maurice Steger komponiert!...
Iris ter Schiphorsts „Sei gutes Muts für Blockflöte und Streichquartett“ hatten Steger, Jana Kuss, Oliver Wille, William Coleman und Mikayel Hakhnazaryan bei den „Sommerlichen Tagen Hitzacker“ 2021 erstmals aufgeführt. Ein Jahr später produzierten sie mit diesem 11-minütigen Stück ein großartiges Musikvideo, das auf Youtube und der Website des Flötisten frei zugänglich ist (https://maurice-steger.com/seit-gutes-muts/).
Im Film trennt und verschmilzt Magdalena Zieba-Schwind optisch die Ebenen, lässt durch Wassertropfen schauen oder „verwässert" das Bild: hier das Streichquartett, das mal Text skandiert, mal mehr oder minder versprengte oder intensiv sich verhakende Klänge beisteuert; dort die oft geräuschhaften, spitzen Klänge der Blockflöte, die kaum je einen richtigen Ton spielen darf. Über Kopfhörer dringt die Musik sehr räumlich und direkt in Ohren, Herz und Seele. Mal hört man Wortfetzen aus „Der Tod und das Mädchen“ von Matthias Claudius („Bin Freund, und komme nicht, zu strafen. Sey gutes Muths, ich bin nicht wild, sollst sanft in meinen Armen schlafen!“), dann ganz konkrete Sätze, die auf eine Vergewaltigung hindeuten, kulminierend im mehrfach skandierten, reichlich absurden „Und der liebe Gott hängt fest im Dominantseptakkord“ sowie ganz am Schluss dem einsamen, finalen „Sey gutes Muths“, die nun der Flötist spricht.
