Iris ter Schiphorst

Muss die Autonomie der Kunst neu gedacht werden?

Das Phantasma des Autonomen Künstlers... Der verführerische Gedanke der Autonomie..., der vergessen macht, dass wir in keiner Weise autonom sind, dass wir den Anderen brauchen, dass der andere uns braucht, dass wir in gegenseitiger Abhängigkeit leben.

Kunst, jede Kunst ist in einen gesellschaftlichen Kontext (institutionell, wirtschaftlich, politisch etc.) eingebettet. Diese Kontexte haben sich im Verlauf der Zeit verändert. 

Unser Begriff von Kunst, unser Begriff des 'Kunstwerks' sowie die Vorstellung eines 'autonomen Kunstwerks' ist unwiderruflich an die europäische Moderne gekoppelt.  

In deren Verlauf bildete sich ein ganz bestimmter Begriff von 'Kunst' heraus, der ihr mehr und mehr einen 'Eigen-Sinn' (ihre Autonomie) zusprach. Gleichzeitig sollte sie - ganz im Sinne der Aufklärung-,  zur Selbst-Verwirklichung und Selbst-Verbesserung des Menschen beitragen. Das war das Telos des 'autonomen Kunstwerks'.

Die Selbst-Verwirklichung hat mittlerweile offenbar die Technik übernommen, die Techno-Logie, die ihrer eigenen Logik, ihrer eigenen Gesetzlichkeit gehorcht - und letztlich auf die Autonomie aller Zwecke hinausläuft.

Und die Kunst? 

more soon!!





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