Iris ter Schiphorst

Zukünfte...

Utopien, Dystopien? (2022)

 

Was gilt heute als konkrete Utopie?  (‚Konkrete Utopie’ meint den Zustand nach einer real möglichen Gesellschaftsveränderung und ist ein von dem Philosophen Ernst Bloch gebildeter Begriff)

Handelt es sich um Utopien oder Investitionen in die Zukunft? [6] 


[1] s. dazu Jean Luc Nancy, Die fragile Haut, diaphanes[2] Theodor W. Adorno: »Etwas fehlt ... Über die Widersprüche der utopischen Sehnsucht. Gespräch mit Ernst Bloch«, in: Tendenz- Latenz-Utopie, Gesammelte Werke (1964 / 1985, Frankfurt a. M., S. 350  –  367

[3] (s. dazu: .24Jean-Luc Nancy: Die entwerkte Gemeinschaft. In: ders.: Die undarstellbare Gemeinschaft. Stuttgart 1988, S. 9-92, 11 (Jean-Luc Nancy: La communauté désœuvrée. In: ders.: La communauté désœuvrée [1986]. Nouvelle édition revue et augmentée. Paris 2004, S. 9-105, 11). Siehe auch Spitta: Gemeinschaft jenseits von Identität, S. 284f.

[4] s. https://17ziele.de/info/was-sind-die-17 ziele.html#:~:text=Armut%20und%20Hunger%20beenden%20und,und%20Lebensweisen%20weltweit%20nachhaltig%20gestalten

[5] https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/priorities-2019-2024/european-green-deal_de

[6] Der Soziologe Klaus Dörre fragt in diesem Zusammenhang, ob Kapitalismus und Nachhaltigkeit tatsächlich miteinander vereinbar sind? Oder ob die ‚schöpferische Zerstörung’ (Schumpeter) als Modus kapitalistischer Dynamik womöglich auch den fossilen Kapitalismus vernichtet und neue „Kombinationen von Dingen und Kräften“ erfindet, die diesen ergrünen lassen? Oder ob der Kapitalismus letztlich an der ökologischen Frage scheitert? – S. Klaus Dörre https://klaus-doerre.de/kapitalismus-und-nachhaltigkeit/
 https://sdg-portal.de/de/ueber-das-projekt/17-ziele?gad_source=1&gclid=EAIaIQobChMIsueM9qC3hAMVD5NoCR0hUwB7EAAYASAAEgIgvvD_BwE
s. auch dazu: KAPITALISMUS UND NACHHALTIGKEIT aus der Reihe ‚Zukünfte der Nachhaltigkeit’ Band 4, Hg: Sighard Neckel, Philipp Degens, Sarah Lenz Campus Verlag Frankfurt/New York 2022

[7] Kreditverhalten ist ein auf die Erwartbarkeit zukünftiger Gegenwarten abgestimmtes gegenwärtiges spekulatives Verhalten

[8] https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/praktizierender-transhumanist#:~:text=Der%20Vision%C3%A4r%20sagt%20ganz%20klar,englische%20%E2%80%9EArtificial%20Intelligence%E2%80%9C)

[9] https://www.leadersnet.de/news/76359,transhumanistische-traeume-musk-unternehmen-verkuendet.html

[10] https://www.businessinsider.de/leben/pronatalisten-elon-musk-evolution-menschheit-geburtenrate-zivilisation-femtech-fortpflanzung-b/

[11] 2022 per Tweet warnte Elon Musk in einem Tweet, ein Bevölkerungszusammenbruch aufgrund niedriger Geburtenraten sei eine viel größere Gefahr für die Zivilisation als die globale Erderwärmung

[12] Theodor W. Adorno: »Etwas fehlt ... Über die Widersprüche der utopischen Sehnsucht. Gespräch mit Ernst Bloch«, in: Tendenz- Latenz-Utopie, Gesammelte Werke (1964 / 1985, Frankfurt a. M., S. 350  –  367).

[13] „Der Feminismus, der uns vorschwebt [...], weigert [sich], das Wohlergehen der vielen der Freiheit der wenigen zu opfern, verteidigt er die Bedürfnisse und Rechte der vielen – von armen Frauen und Frauen aus der Arbeiterklasse, von rassifizierten und migrantischen Frauen, von Queer-Trans- und körperbehinderten Frauen, von Frauen, die man ermutigt, sich zur Mittelschicht zu zählen, obgleich das Kapital sie ausbeutet. Doch damit nicht genug. Dieser Feminismus beschränkt sich nicht auf Frauenthemen, wie man sie traditionell definiert hat.
Er vertritt die Sache aller, die ausgebeutet, beherrscht und unterdrückt werden, und hofft, eine Hoffnungsquelle für die gesamte Menschheit zu sein. Deswegen sprechen wir von einem Feminismus der 99 Prozent.“ (Arruzza/Bhattacharya/Fraser 2019, 24) Er „versteht sich als internationales Manifest, das nach dem Vorbild des Manifests der Kommunistischen Partei von Marx und Engels für einen antikapitalistischen Feminismus steht, der nicht nur eine privilegierte Elite vertritt“, so die Verfasserinnen, die italienischen Professorin* Cinzia Arruzza, die amerikanischen Professorin* Nancy Fraser und die indischen Professorin* Tithi Bhattacharya. Das Manifest sei der Versuch, einen Weg vorzuzeichnen, um eine gerechte Gesellschaft herbei zu führen; dazu zählen Frauenstreiks, die Verbündung mitanderen antikapitalistischen und antisystemischen Bewegungen (Antirassistinnen, Umweltschützer, Arbeiter- und migrantischen Aktivistinnen und Aktivisten), kurz: ein Zusammenschluss aller „antikapitalistischen, ökologischen, antirassistischen, anti-imperialistischen Fraktionen, LGBTIQ+-Bewegungen und Gewerkschaften“. https://www.growthinktank.org/de/feminismus-fuer-die-99-ein-manifest/ [15.02.2022]

[14] (s. Wolfgang Kaleck: Die konkrete Utopie der Menschenrechte, 2021 S. Fischer-Verlag, Frankfurt am Main). 
https://www.book2look.com/book/9783103970647

 

 

 

 

 

 

 

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